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SUMMARY:Internationaler Frauentag 2026: Wer trägt die Last der Krise? – Montagsdemo Hagen am 02.03.2026
DESCRIPTION:Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Doch wie sieht die Realität für Frauen in Hagen wirklich aus? Wer trägt die Folgen politischer Entscheidungen – und wer profitiert davon? Darüber sprechen wir auf der nächsten Montagsdemo. \nKundgebung am 02.03.2026 – Ort und Zeit wie immer\nLiebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter\, \nunsere nächste Kundgebung findet am 02.03.2026 statt – wie gewohnt am bekannten Ort zur bekannten Zeit. \nAnlässlich des Internationalen Frauentags wollen wir die Situation von Frauen – insbesondere in Hagen – genauer beleuchten. Während der CDU-Wirtschaftsflügel und Unternehmerverbände immer wieder Einschnitte bei Arbeitnehmerrechten fordern\, verschärft sich die soziale Realität vieler Familien zunehmend. \nSo erklärte Arndt Kirchhoff\, Präsident der Unternehmensverbände NRW\, die sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“ müsse beendet werden. Diese Forderung verkennt die tatsächlichen Ursachen von Teilzeitarbeit. Viele Frauen arbeiten nicht freiwillig in Teilzeit\, sondern weil sie Kinder betreuen oder Angehörige pflegen müssen. \nFehlende Kita- und OGS-Plätze in Hagen\nDie Betreuungssituation in Hagen ist dramatisch: \n\nEs fehlen rund 2.300–2.500 Kita-Plätze (überwiegend für Kinder über drei Jahre).\nZusätzlich fehlen etwa 2.600 Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS)¹.\n\n¹OGS = Offene Ganztagsschule\, ein schulisches Betreuungsangebot nach dem Unterricht. \nNach aktuellen Berichten gilt Hagen als eine der Kommunen mit dem größten Mangel an Betreuungsplätzen in Nordrhein-Westfalen. Hauptursache sind fehlende finanzielle Mittel. Es fehlen Fachkräfte\, und notwendige Gebäude können nicht gebaut werden. \nAb dem Schuljahr 2026/2027 besteht ein bundesweiter Rechtsanspruch auf acht Stunden Ganztagsförderung für Erstklässler. Doch vielerorts – auch in Hagen – fehlen die nötigen Plätze. Bund und Länder beteiligen sich nur begrenzt an der Finanzierung. Die Umsetzung bleibt größtenteils an den Kommunen hängen. \nHagen befindet sich bis mindestens 2031 in der Haushaltssicherung. Das bedeutet: Die Stadt darf nur noch eingeschränkt investieren. Eine grundlegende Verbesserung der Situation ist unter diesen Bedingungen kaum zu erwarten. \nDie Kosten tragen die Familien\nDie finanziellen Belastungen werden auf die Familien abgewälzt. In Hagen können Kita-Beiträge – je nach Einkommen – bis zu 980 Euro monatlich betragen. Einkommen unter 30.000 Euro jährlich sind zwar beitragsfrei. Doch für viele Arbeiterfamilien bedeutet die Staffelung eine erhebliche Belastung. \nDa Frauen im Durchschnitt weiterhin weniger verdienen als Männer\, gehen sie häufiger in Teilzeit. Teilzeit wird so zur ökonomischen Notwendigkeit – mit langfristigen Folgen für Einkommen und Rente. \nInfrastruktur- und Haushaltskrise der Kommunen\nIn einem Interview mit WR/WP vom 18.02.2026 beschreibt Prof. Dr. Lars Holtkamp (Fern-Universität in Hagen) die Lage als Infrastruktur- und Haushaltskrise². \n²Infrastrukturkrise = erheblicher Investitionsstau bei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen\, Straßen oder Kitas. \nBundesweit beläuft sich der kommunale Investitionsrückstand laut verschiedenen Studien auf rund 165 Milliarden Euro. In Hagen wächst das jährliche Defizit trotz der Übernahme von 543 Millionen Euro Altschulden durch das Land NRW weiter an – um rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Seit 1990 konnte die Stadt keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen. \nHoltkamp kritisiert\, dass Bundesregierungen der vergangenen Jahre – unabhängig von ihrer Zusammensetzung – die strukturellen Finanzprobleme der Kommunen nicht ausreichend gelöst hätten. \nMontags ist Widerstandstag\nWas hier sichtbar wird\, ist kein Einzelfall\, Wenn Kommunen handlungsunfähig werden\, zahlen Familien – und besonders Frauen – den Preis. \nDarum sagen wir klar: \nMontags ist Widerstandstag!\nAuf die Straße am Internationalen Frauentag! \n 
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